Die rationale Methode

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Die Suche nach einer sicheren, schmerzfreien und wirksamen Lösung für Erektionsstörungen war lang und beschwerlich. Viele Ärzte, darunter auch ich, sowie die von uns behandelten Patienten waren mit den alten medizinischen Methoden, zu denen noch keine Tabletten gehörten, nicht zufrieden. Bisher hatte der Mann nur die Wahl zwischen Injektionen direkt in den Penis, einer Vakuumpumpe zur Versteifung des Gliedes oder dem Einführen von flexiblen Kunststoffstäben in den Penis. Keine dieser Erfindungen, von denen zwei invasive Eingriffe darstellen, konnten rundum zufriedenstellen.

Die Sexualmedizin befindet sich noch in den Kinderschuhen, und Mittel zur Förderung der Potenz kommen erst allmählich in Gebrauch. Viagra wurde erst vor kurzem durch die amerikanische Nahrungs- und Arzneimittelbehörde (FDA) für den Markt zugelassen, und die Zulassung von Vasomax durch die FDA steht kurz bevor. Es ist also nur allzu verständlich, daß viele Millionen Männer über die neuen oralen Medikamente, die ihren Ärzten zur Verfügung stehen, noch nicht informiert sind. Mit Hilfe solcher Medikamente können ihre Erektionsprobleme schnell, erfolgreich und ohne Komplikationen behandelt werden.

1997 hatte ich erstmals die Möglichkeit, gemeinsam mit meinen Kollegen die Behandlung von Erektionsstörungen mit Vasomax zu untersuchen. Sowohl Vasomax als auch Viagra befanden sich bereits seit einigen Jahren weltweit in medizinisch überwachten Programmen im Einsatz, und die Ergebnisse waren überwältigend. Diese zwei Wunderdrogen beheben Erektionsstörungen vorübergehend auf natürliche Weise, indem sie nämlich eine angemessene sexuell stimulierende Umgebung benötigen, damit es zu einer Erektion kommt. Diese Medikamente steigern nicht das sexuelle Verlangen als solches, sondern ihre besondere Funktion besteht darin, die aus sexuellem Verlangen entstehende Leistung zu erhöhen. Wenn ein Mann eine der beiden Pillen einnimmt, ohne sich zu seinem Partner hingezogen zu fühlen, verspürt er auch keine Wirkung. Deshalb sind diese Medikamente so revolutionär. Zum ersten Mal seit der Zulassung der Antibabypille wirkt sich ein Medikament auf das Sexualleben von zwei Menschen aus: dessen, der es einnimmt, und seines Partners.

Zwar waren die bisherigen Methoden der Herbeiführung einer Erektion auch wirksam, jedoch war deren Wirkungsweise eher rudimentär. Keine der Methoden erforderte die Anwesenheit eines Sexualpartners, und der Mann benötigte weder eine Stimulation noch das Verlangen nach einem Partner, damit die Erektionshilfen ihre Wirkung taten. Aus eben diesem Grund fühlten sich viele Frauen aus dem Prozeß ausgeschlossen. Das alles hat sich mit der Erektionspille geändert. Der Mann braucht nur noch ein Rezept von seinem Ärzt.

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